U-Verlagerung Schwalbe I – Eisenkies

Gegen Ende des zweiten Weltkrieg war die Rüstungsindustrie und alle kriegswichtigen Bereiche stark durch alliierte Bombenangriffe bedroht. Um einen effektiven Schutz der empfindlichen Produktionszweige zu schaffen, verlagerte man diese Industrien kurzer Hand unter die Erde. Um kurzfristig einen guten Schutz zu erreichen, nutze man unter anderem Eisenbahntunnel oder auch Steinkohlebergwerke. Diese unterirdischen Anlagen boten allerdings keinen Platz für größere Einbauten.

Die U-Verlagerung Schwalbe 1 sollte ein Hydrierwerk im, Zuge des Geilenberg-Programm, zur Herstellung von Flugzeugtreibstoff beherbergen. Die unterirdischen Stollen wurde von Kriegsgefangenen unter unvorstellbaren Umständen in den Berg getrieben. Vor der Fertigstellung kam dann das Kriegsende. Nach dem Krieg wurde ein Teil der Stollen von einem Kalksteinwerk genutzt, welches dort einen Brecher installierte. Auch diese Anlagen sind heute verlassen und ungenutzt. Man findet aber auch heute noch eine Vielzahl an Hinterlassenschaften aus der Zeit des zweiten Weltkrieg.

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